Umzug planen
Umzug Schritt für Schritt: die Anleitung von der Kündigung bis zum Einzug
Die komplette Reihenfolge eines Umzugs in klaren Schritten, von der Kündigung über Halteverbot und Ummeldung bis zur Wohnungsübergabe.
Veröffentlicht am 15. Januar 2022 · Aktualisiert am 21. August 2026

Ein Umzug scheitert selten am Tragen. Er scheitert an einer Frist, die verstrichen ist, an einem Nachsendeauftrag, den niemand gestellt hat, oder an dem Lkw, der keinen Platz vor der Haustür findet. Diese Anleitung geht die Schritte in der Reihenfolge durch, in der sie anfallen.
Drei Monate vorher: Verträge und Termin
Zuerst der Mietvertrag. Die gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter beträgt drei Monate zum Monatsende, wobei die Kündigung bis zum dritten Werktag des Monats beim Vermieter eingegangen sein muss. Schriftlich, unterschrieben, und mit Nachweis des Zugangs. Prüfen Sie den Vertrag auf Sonderregeln wie Staffelmiete, Mindestlaufzeit oder eine Klausel zur Endrenovierung.
Steht der Termin, entscheiden Sie über die Art des Umzugs: selbst mit Helfern oder mit einem Unternehmen. Für ein Unternehmen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denn Monatsenden und die Monate von Juni bis September sind früh ausgebucht. Wie Sie Angebote gegenüberstellen, steht unter Umzugsunternehmen vergleichen.
Acht Wochen vorher: Bestand aufnehmen und ausmisten
Gehen Sie Zimmer für Zimmer durch und notieren Sie, was mitkommt. Alles, was jetzt aussortiert wird, muss später nicht getragen, nicht verpackt und nicht bezahlt werden. Verkaufen braucht Vorlauf, Sperrmüll braucht einen Termin. Eine Anleitung dazu steht unter Vor dem Umzug ausmisten.
Parallel klären Sie die neue Wohnung: Passen die Möbel, wo sind die Anschlüsse, gibt es eine Küche oder muss eine hinein? Ein Grundriss mit Maßen erspart am Umzugstag Diskussionen darüber, wohin der Schrank soll.
Sechs Wochen vorher: Verträge umstellen
Diese Dinge brauchen Vorlauf, weil andere sie bearbeiten müssen:
- Strom und Gas: ummelden oder neuen Anbieter wählen, Zählerstände notieren
- Internet und Telefon: die Umzugsmeldung beim Anbieter, oft mit mehreren Wochen Vorlauf für die Freischaltung am neuen Anschluss
- Nachsendeauftrag bei der Post, mindestens sechs Monate
- Hausratversicherung: Adressänderung, denn Beitrag und Deckung hängen am Wohnort
- Kfz-Versicherung, Rundfunkbeitrag, Bank, Arbeitgeber, Vereine, Abos
- Kindergarten oder Schule am neuen Ort
- Urlaub beim Arbeitgeber einreichen, mindestens für den Umzugstag und den Tag danach
Vier Wochen vorher: Material und Halteverbot
Besorgen Sie Kartons, Polstermaterial, Klebeband, Stifte und Werkzeug. Rechnen Sie mit etwa zehn bis fünfzehn Kartons pro Person und Zimmer, bei Büchern mit deutlich mehr, dafür in kleineren Kisten. Welches Material wofür taugt, steht unter Verpackungsmaterial für den Umzug.
Jetzt ist auch der Zeitpunkt für die Halteverbotszone. Sie wird beim Ordnungsamt oder Bezirksamt beantragt, die Schilder müssen mehrere Tage vorher stehen, damit falsch parkende Fahrzeuge abgeschleppt werden können. Beantragen Sie die Zone für beide Adressen.
Zwei Wochen vorher: packen beginnen
Fangen Sie mit dem an, was Sie nicht täglich brauchen: Keller, Dachboden, Bücherregal, Dekoration, Kleidung der anderen Saison. Beschriften Sie jeden Karton mit Zielraum, Inhalt und einem Hinweis, wenn es zerbrechlich ist. Ein System dafür steht unter Umzugskartons beschriften.
Bereiten Sie außerdem eine Kiste vor, die zuletzt eingeladen und zuerst ausgepackt wird: Werkzeug, Toilettenpapier, Seife, Handtücher, Kaffee, Wasser, Ladekabel, Bettwäsche, Medikamente. Diese Kiste fährt am besten im eigenen Auto mit.
Die letzte Woche
Jetzt wird der Kühlschrank leer gegessen, abgetaut und trocken gelegt. Waschmaschine abklemmen, Trommel sichern. Restliche Kartons packen, Möbel abbauen, Schrauben in beschrifteten Beuteln direkt am jeweiligen Möbelstück befestigen. Der genaue Ablauf dieser Tage steht unter Eine Woche vor dem Umzug.
Bestätigen Sie zwei Tage vorher den Termin mit dem Unternehmen oder den Helfern, und prüfen Sie, ob die Halteverbotsschilder stehen.
Der Umzugstag
Ordnung entsteht an diesem Tag durch eine klare Aufgabenteilung: eine Person bleibt in der alten Wohnung und gibt Kartons heraus, eine steht in der neuen und sagt, wohin sie gehören. Laden Sie schwer und stabil nach unten, leicht und zerbrechlich nach oben, und füllen Sie Hohlräume, damit nichts rutscht.
Vor der Übergabe der alten Wohnung: Zählerstände von Strom, Gas und Wasser gemeinsam mit dem Vermieter ablesen und im Protokoll festhalten, Schlüsselzahl notieren, vorhandene Mängel beidseitig unterschreiben. Ohne Protokoll steht später Ihre Aussage gegen die des Vermieters.
Nach dem Umzug
Innerhalb von zwei Wochen ist die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt fällig, in vielen Städten nur mit Termin, und zwingend mit der Wohnungsgeberbestätigung des neuen Vermieters. Bringen Sie Ausweise aller anzumeldenden Personen mit. Danach folgen Führerschein, Fahrzeugschein und die Änderung der Adresse bei den Stellen, die noch offen sind.
Packen Sie in der Reihenfolge aus, in der Sie die Räume brauchen: Bett, Bad, Küche, dann alles andere. Was nach vier Wochen noch im Karton liegt, brauchen Sie vermutlich nicht. Wie das Einleben leichter fällt, steht unter Nach dem Umzug einleben.